Geschmöker. Was es ist und warum es ist.
Eigentlich ja der Inbegriff der Entspannung: Herumschmökern in
Zeitschriften, die der Unterhaltung oder Information dienen,
optimaler Weise der unterhaltenden Information oder der Information
über weitere Unterhaltung. Ist es noch üblich, kommt man
dazu und was liest man - oder "Frau" oder wir? Was lese ich
? Die Frage, so repräsentativ auch immer (Buch- und
Kulturautorin, freiberufliche Lehrerin, Künstlerin, Fotografin,
kinderloser Single mit Haustieren, Wohn-Haft in Bayern usw.) wir sie
beantworten können, wird aktuell durch verschiedenste Phänomene,
die uns aus Regalen, von Theken und aus Briefkästen quasi ins
Gesicht springen: Im Briefkasten regelmäßig pro Woche drei
gleichbleibend professionell provinzielle Anzeigenblätter mit
den wichtigen Regionalinformationen und winzigen redaktionellen
Beiträgen. Eines davon sogar aus dem Verlag der regionalen
Tageszeitung, die sich so selbst Konkurrenz macht. Schuld am
Niedergang ist ja nicht etwa, dass man höchstens zwei Artikel
aus der täglichen Nachrichtenschublade konsumieren kann, die
Zeitung gemessen daran aber viel zu teuer ist und die wöchentliche
Verbringung zum Wertstoffhof übermäßig beschwert.
Nein, Schuld daran ist das Internet, denn das Internet ist ja
bekanntlich immer schuld, zumal es durch seine Überregionalität
keine politische Berechenbarkeit gewährleistet, wie die
regionalen Tageszeitungen. Die Anzeigenblätter also liefern das,
was man in den Fernsehnachrichten und dessen regionaler
Berichterstattung nicht findet, Informationen über
Bürgermeister, Vereine und lokale Veranstaltungen. Zeitungen
sind und bleiben also, auch weil die Artikel zumeist viel zu kurz,
viel zu langweilig und häufig voller Fehlinformationen sind,
interessant genau dann, wenn man dort Berichte über sich selbst
findet. Kommen wir zum Thema.
Aus den Regalen der Supermärkte und Bahnhofkiosks schauen sie uns an: weibliche Model-Gesichter in unendlicher Folge. Fernsehzeitschriften und Frauenzeitschriften dienen mit ihren Covern nahezu als Gipskopf-Ersatz - da uns, den weiblichen Leserinnen, ja zumeist die Ehrung durch öffentliche Präsentation unseres Kopfes in Gips oder Kupfer nicht vergönnt ist. Identifizieren wir uns aber geschickt mit der Idee des konventionalisierten schönen Frisur-MakeUp-Gesichts, verschwinden schnell alles Gefühle mangelnder Würdigung, denn die Gesichter sind in gewisser Weise mit etwas Aufwand alle relativ erreichbar. 80 % der Modelle sind darüberhinaus "nur Model", also persönlich unbekannt und nicht durch Fernsehserien in ihrem Erscheinen dopppelt gerechtfertigt - wie insbesondere die Germany's Next Topmodell Gesichter. Diese "Promis" erfreuen uns gleichzeitig damit, dass sie aus Film oder Fernsehen bekannt sind und zumeist sogar etwas älter, aber trotzdem schön. Der freundliche ProSieben-Sender hat strenggenommen damit angefangen, mit amerikanischen Serien auch über Vierzigjährigen die Pflicht zu Attraktivität und Jugendlichkeit wieder aufzuerlegen. Nun, sei's drum, dann sind wir (?) (hier muss natürlich ein Fragezeichen hin) eben wieder hübsch.


Aber eben das Auffällige: auf den erwähnten Zeitschriften sind wir eigentlich nur Gesicht. Schwenkt der Blick dann zum Thema Mode, also zu den üblichen Flagschiffen wie Cosmopolitan oder Vogue, - schwupps, landet die Kamera auf Brusthöhe und nimmt noch ein Stück Oberkörper dazu, also hier, Hüftportraits oder sogar mehr. Eine rechtliche Frage, die Eingipsung einfach das Bemühen, kostenlose Werbung, Copyright-Einkäufe oder Nachfragen bei den Modeherstellern zu vermeiden? Der Blick schwenkt zu den Beauty-Magazinen: sicher der Grund. "Kleid von", "Schuhe von".. wird selbst bei Eventfotografien von Stars erwähnt, aber auf dem Cover, ohne dass es bezahlte Werbung ist, offenbar nicht. Hinter diesen netten Würdigungsgesichtern stecken dann also die typischen Unterhaltungsinformationen: Mode, Body- und MakeUp Styling, etwas Freizeit und der übliche Zickenterror, also, etwas Soziales für die beste Freundin usw. Was vermisse ich da bloß? Irgendetwas vermisse ich in diesen Zeitschriften immer, selbst wenn sie kostenlos sind wie die entsprechenden Magazine in den diversen Drogerien, die eigentlich den redaktionellen Zeitschriften überaus ähnlich sind, nur eben mit noch mehr Bildern von Produkten und den wunderbar praktischen Hinweisen auf die nur auf uns wartenden Ladenbestände "unserer" Filiale vor Ort.
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Ich gehe dann mal los um mir so ein Zeitschriftending zu kaufen...ne, ich krame lieber etwas heraus. Und siehe da. Ich vermisse - Artikel ! Gut geschriebene, witzige. etwas längere Beiträge, die mir das Gefühl von täglicher Freiheit und dem Abenteuer des Hairstylings, der MakeUp-Experimente, der öffentlichen Auftritte auf Ausstellungseröffnungen, beim Job, bei Kunden, bei Events, bei Fotografen, in Restaurants, in Diskotheken, in Theaters etc vermitteln. Ich sehe mich eben dort um und stelle (insbesondere im Süden Deutschlands, wo die großen Verlagshäuser, neben Hamburg, gerne sitzen) fest - offenbar sind bei fast sämtlichen Gelegenheiten fast sämtlichen Abonnentinnen, Gelegenheits- und Umsonstleserinnen von Frauen-, Mode- und Beautyzeitschriften die Inspirationen verloren gegangen. Vom Badezimmer bis hin zur Anita-Szene im öffentlichen Brunnen in heißen Sommernächten trägt man irgendetwas, neuerdings wieder an Brust, Bauch und Hüfte enger Anliegendes aus T-Shirt-Stoff oder Ähnlichem in Beige und Grau. Erlaubt sind bei mäßigen Temperaturen noch Jeans und Lederstiefel ohne jeden Pepp, die also vor allem ihre Echtheit und die Bereitschaft, Tiere zu töten, symbolisieren. Aber nichts gegen diesen Look, der an die guten deutsch-römischen Tugenden der edlen Einfalt und stillen Güte erinnert und diese "inneren Werte" - zu häufig einfach Fantasielosigkeit und Bigotterie - allen täglich und stündlich und ständig vor den Bug knallt. Natürlich nur als Anspruch, denn so unbescheiden darf man sein, zu behaupten, man könne dieses wunderbare und immer wieder aktuelle Ideal erreichen. Güte vielleicht, aber Einfalt....Nun gut, am Arbeitsplatz, um den männlichen Kollegen nicht für seine schlechte Laune zu entschuldigen, die er dann als erzwungene Aufgegeiltheit deklariert, vielleicht. Aber wie schnell ist man von der nahezu hochtrabend langweiligen Klamotte auch bei Übergewicht, Mundgeruch, Dreitagebart....Na ja. Wer sympathisch ist, kann sich ja einiges erlauben. Oder wer aus irgendwelchen Gründen abstoßen möchte. Oder dick oder mit leichtem Bartwuchs auch gut aussieht... das "Gesamtpaket" eben zählt. Aber ach, wie die jüngste Topmodel-Entscheidung zeigte, auch wenn längst fast ganz Deutschland endlich kleine weibliche Models bzw. weibliche Models fordert, die nicht wie Transvestiten aussehen sondern eben wie Frauen, die konservativen Agenturen beharren starr auf ihren "Werten" wie sloganreife Beinlänge und - ebenso wirtschaftlich nachvollziehbar, aber eben dekulturalisierend - nahezu kindesbeinernde Jugend. Eigentlich im Kontrast zur Werbung...dort sehen wir im Vorabendprogramm auch freundliche Omis, gereifte Hausfrauen, mittelschöne Jugendliche, Identifikationsfiguren eben.

Und ein Viertelstündchen später quälen uns die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender mit einschneidenden Kontrastierungen zwischen beliebig aussehenden männlichen Schauspielern und ihren immer schönen weiblichen Kolleginnen. Besonders quälend: der Typ der so beliebten Kommissarin. An der öffentlich-rechtlichen Kommissarin lässt sich exemplarisch ablesen, wie Frauen in Deutschland von den Medien und Vorurteilen des Alltags, ohne dass es den RedakteurInnen oder KollegInnen immer bewusst sein müsste, in den Wahnsinn getrieben werden. Maria Furtwängler, blond, schön und über 1,80, erzielt bei der Ermittlung die höchsten Zuschauerquoten Tatort Kommissarin "Sänger", Andrea Sawatzki, rothaarig, luchsäugig, riesengroß, offensichtlich Ex-Topmodel, trägt Röckchen und Oberteile mit Stiefel im Stil der Menschen, die "Geist" vor allem als amerikanischen Markennamen kennen - der Alltagslook der weiblichen Angestellten im besten Alter. Sie darf also unabhängig von dieser reduzierten, nahezu uniformen Alltagskleidung etwas besser aussehen, um den Unterschied zwischen dem Vorzeigbaren und dem Alltgäglichen, in Einfalt und Güte beharrenden, aufrechtzuerhalten. Iris Berben als Rosa Roth, ebenfalls sehr hübsch, wenn auch einem normalen Alterungsprozess unterworfen, neben der Schauspielerei zugleich bekanntes Model. Eva Mattes, weniger hübsch, nur Schauspielerin, weniger erfolgreich als Tatort-Kommissarin. Dann noch eine schöne Brünette in Leipzig, schließlich noch der Mittvierzigernde Rotschopf Bella Block mit Literaturprofessor im Anhang - eigentlich natürlich unser Liebling. Eine Frau, die nicht nervt. Nicht vollkommen unattraktiv, nicht unerreichbar, kinderlos, nur lose gebunden, selbstständig, irgendwie kompetent. Natürlich müsste sie viel hässlicher, viel peinlicher und viel sexistischer sein, um sich in der Realität der Polizeistuben hochzuarbeiten. Der Irrealismus liegt also hier gerade darin, dass diese Sorte Frau frühestens mit etwa Fünfzig von Kollegen akzeptiert wird (in Bayern natürlich sowieso nicht). Und die anderen, warum treiben sie uns in den
Wahnsinn?
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Natürlich nur in Verbindung mit dem Demutsgebot "vor dem Herrn", das alle in hässliche Markenware treibt und allen das Makeup und geistigen Esprit verbietet, mitunter sogar das Wort zum Selbstzweck, zum Spaß an der Sprach- und Artikulationsfähigkeit des Menschen. Wer, wie die meisten Personen in Bayern, nur redet, weil er damit irgendwelche anderen, unausgesprochenen Interessen verfolgt, nicht aber, um sich geistig anzuregen und auszutauschen, - das mitunter nahezu als reinen Sex empfindet -, erwartet von seinen oder ihren Mitmenschen Pflichterfüllung an Arbeitsplatz und Ehebett, also Zeugen und Gebären, im wörtlichen und im metaphorischen Sinne. Das ist ungefähr die Perspektive auf das werterfüllte, nicht-oberflächliche Leben, das durch die Präsentation von Ansehnlichkeit und Attraktivität als Hervorstechendes und Unalltägliches, das niemand einfach für sich in Anspruch nehmen darf, alle quält und zwingt. Wozu die Beschäftigung mit anderen und mit sich, mit seiner Umgebung, ihrem Erscheinungsbild und ihren anderen Eigenschaften, bis hin zu tiefgreifenden und tief verankerten, wenn auf keinen Fall eine Inspiration daraus hervorgehen darf, keine erkennbare Idee, kein erkennbarer Gedanke, keine Kulturleistung, die nicht längst integriert ist. In solchen "Kulturen", wenn man sie so nennen will, in denen durch derartige Demoralisierung alles zu den angeblich nicht "eitlen" Alltagstätigkeiten gezwungen wird, reduzieren sich neben Freizeit und Unterhaltung als Pflicht gegenüber dem arbeitsfähigen Körper kulturelle Ereignisse auf Pflichtveranstaltungen, die man aus sozialen Interessen und in Demut vor dem Ereignis selbst wahrnimmt, nicht etwa, um sich inspirieren zu lassen. Man oder fram dürfen also keine Ideen entwickeln, wenn sie ins Theater gehen, eine Ausstellung besuchen, eine Zeitschrift lesen. Selbst und gerade dann nicht, wenn diese Angebote eigentlich dazu anregen könnten. Bekleidungsvorschläge sind zur Kenntnis zu nehmen, um denselben Stil wie die Kollegin zu tragen, also nicht aufzufallen, was grundsätzlich unangenehm ist. Das gilt auch für Veranstaltungen wie das Theater oder ein Restaurantbesuch, selbst das tiefere Nachtleben ist soweit zum Anpassungsereignis geworden, das schlichtweg nirgends mehr ein Kleines Schwarzes getragen werden kann - nur als Beispiel. Bzw. eben, es kann im Fernsehen getragen werden, von den diversen Kommissarinnen oder anderen Schauspielerinnen. Die wenigen Refugien ungewöhnlicher Abendkleidung wie die Pressebälle und der Wiener Opernball bestätigen als Ausnahmen nur diese Regel und Verderben zudem den Geschmack, lassen Schick und Stylish, die artikulatorische oder modeschöpfende Kompetenz von Jederfram, ins Lächerliche und Radikal-Konservative abwandern, noch unterstützt von Verbindungs- und Debütantinnenbällen, auf denen lange Handschuhe und "festliche" Abendgarderobe im Stil von Tara und Twelve Oaks noch Pflicht sind. Dort jedoch ist natürlich keinerlei Originalität gestattet.

Die
wenigen Renitenten, die sich einfach nicht auf Grau, Blau und Braun
reduzieren lassen möchten, farbfleckig im Spiegelbild verteilt.
Installation von bewegten Spiegelwänden, Überwachungselementen
und "Auswertungsraum" von Magdalena Jetelová
("Abflug", H2 - Zentrum für Gegenwartskunst, Augsburg)
Angenommen also, die Fotoshootings oder Styling-Experimente aus den Serien "America's Next Topmodel" oder "Germany's next Topmodel" würden uns zu irgendetwas inspirieren. Oder auch nur die Produkthaufen, die uns Beauty-, Frauen- und Modezeitschriften so freundlich näherbringen. Fram sähe dann vielleicht irgendwie auffällig aus, ohne 1,90 zu sein oder auch nur 1,85 ! (Mit Schuhen sind 1,80 ja durchaus eine nahezu erreichbare Größe für zum Beispiel unser "Model" - also Vorbild für eine neue Konvention - Gina Lisa). Wenn man bedenkt, dass die harmlosen, lediglich überkonnotierend präsentierten Fotos mit Fragmenten von Latex um die ehemalige CSU-Politikerin Pauly dieser den Vorwurf des sonst liebevoll schlafmützelnden Fernsehtalkers Beckmann einbrachten, sie würde doch nun von niemandem mehr ernst genommen, darf man sich vor Auffälligkeit natürlich fürchten. Auch Heidi Klums Anschlag auf Gina Lisas Extensions (die optisch absolut überzeugenden Haarverlängerungen), den diese nun endlich wieder rückgängig machte (durch neue Extensions), überzeugte als übliches Attentat, das selbst eingeschränkte KonventionalistInnen wie Heidi fast zwangsläufig begehen, wenn sie auffällige Souveränität im Umgang mit kulturellen Selbstdarstellungsformen- und -mustern bei unkontrollierten Einzelpersonen zur Kenntnis nehmen müssen. So etwas macht einfach Angst. Wer sich also anmaßt, sich auch nur minimal individuell zu gestalten - es muss ja nicht zur Kostümierung werden oder zur alltäglichen Qual - muss auch mit Sanktionen rechnen. Als jeframd, der/die dann ständig auf die Rationalität und Angemessenheit ihrer Handlungen hin geprüft wird, unter Rechtfertigungszwang steht und, da all das noch häufig im Bereich des Unausgesprochenen bleibt, mit seinem bzw ihrem Outfit all diese so hervorgerufenen Ängste und Nervositäten - die mitunter noch als sexuelle Errregung empfunden werden - beruhigen muss ! Der inspirierte Alltag ist also reiner Stress? Oder Schulung in Sachen Souveränität? Mir ist auf jeden Fall die Mutter lieber, die nicht ihr Kind zwanghaft in Clownskostüme steckt, sondern sich selber individuell stylt - auch hier ist Nina Hagen natürlich nur ein Extrem, nicht jede muss sich so schminken oder im Tutu herumlaufen. Aber wieder ist das andere Extrem, das selbst Anja Lukaseder, immerhin selbst bayerischen Gestblüts, mit ihren schönen Superstar-Klamotten selbst bei großstädtischen Kulturereignissen auffallen würde. Und das ist nunmal die absolute Schmerzgrenze, erreicht aus Gründen der alltäglichen Demütigung zugunsten der allgemeinen Papstklamotte und der Anzugsordnung der aufgrund ihrer Sicherheitstheorien und -praktiken nicht mehr ernst zu nehmenden CSU.
Versace,
Cavalli und andere Supermarken trägt man hier nicht, weil man
sie oder ihnen nachempfundene Stücke nicht für unbezahlbar
hält - Nachempfundenes, nicht Gestohlenes, ist mitunter im
Bereich zwischen 1,- und 70,- Euro zu haben (man muss natürlich
geschickt kaufen und sich im Internet auskennen - Übertreibungen
zwingen zu Einschränkungen der Bewegungsabläufe...) - ,
sondern deshalb nicht, weil man damit zu sehr auffallen würde.
Es widerspricht einfach der Kleiderordnung, egal wo. Selbst wenn ich
also bereit und fähig wäre, z.B. 1.000,- Euro für ein
schickes Kurzes von Cavalli hinzublättern, müsste ich, als
braves bayerisches "Mädel" (wir heißen hier ja
alle so, bis zum bitteren Ende), es mit einer Wolljacke von Esprit
oder Strenesse bedecken, mit einer weiteren Marke also, die möglichst
überteuert und optisch anspruchslos ist. Denn es geht ja um
innere Werte, die eben mit der Demutspflicht verbunden sind -
strenggenommen nicht einmal nur katholisch sondern auch in
protestantischen Haushalten gerne beheimatet. Vielleicht, obwohl noch
Ungläubigen gegenüberstehend, tatsächlich alles nicht
nur eine verkehrte Welt im Sinne der Gedemütigten sondern auch
eine im Sinne des christlichen oder gar päpstlichen Erfinders,
denn die demutsfreie, farbenfrohe Inspiration (schon z.B. bei Orsay
zu haben) ist vielleicht näher am eigentlichen Triebziel des
Zeugens und Gebärens.....oder kann sich tunc et nunc
ideologiefrei entfalten....aber ach, das Dekulturalisierungsgeschehen
bevorzugt auch da die Freudlosigkeit der Inszenierung von Qual und
Pflicht. Also, ich nicht. Deshalb in unserem nächsten Beitrag
und Special ein paar inspierierende Fotos, Thema inspiriert von Klums
Model-als-Menu-Shooting, umgedreht zum Model-Menu-Shooting aus
Pillen, Tomaten, Möhren und Joghurt - natürlich mit
Übertreibungen, die nur auf Fotos gehen (eine ganze Möhre
statt das Parfait einer Hälfte), aber jedefram anregen können,
sich selbst witzig zu stylen und auf Parties und bei Kulturevents
nicht durch braun-graue Gleichschaltung aufzufallen. Und an
Leserinnen im Allgemeinen der Appell, von den Zerstreuungslektüren
auch kulturelle Anregung zu erwarten, also redaktionelle Beiträge,
die inspirieren und nicht durch phrasenhafte
Konventionalisierungskommandos schikanieren.
Fotos und Auslassungen Dr.U. für herzerl
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