München touristisch, Tag und Nacht.
Mit Doctor Your auf stylischer Lokalitätenrecherche.

Das touristische München...ja, es ist von Ureinwohnern durchzogen. Um Odeonsplatz und Marienplatz herum, einiges verstreut im nördlichen Schwabing, Fragmente der Kunst- und jüngeren Lokalszene um den Ostbahnhof angeordnet, aber die abendlichen Anziehungspunkte wie die Milchbar im Kunstpark Ost http://www.tripadvisor.de/Attraction_Review-g187309-d271014-Reviews-Kultfabrik-Munich_Bavaria.html Kunstpark Ost am Ostbahnhof, sind in ihrer Anziehungskraft reduced wie das http://www.night-flight.de/ Nightflight im Besucherpark des Franz-Josef-Strauß-Flughafen im fernen Norden der Stadt. Die Nacht verbringen auch die MünchnerInnen, die noch optisch für Diskotheken geeignet sind, im „8Seasons“ an der Maximilianstraße – diese Diskothek muss absolut in sein, denn wir wurden – mit der Begründung, wir sähen aus, als zöge es uns dorthin – gefragt, wo sie sei.

Sie ist also, so erklärt es das Internet, ungefähr so und in der Maximilianstraße 2:
Wer Unterhaltung als den steten Wechsel von Gehen und Stehen, Trinken und auf Getränke warten auffasst – die seltsam faszinierende Gruppe der unberedten Personen, die den Anblick ihres stylischen Kinns nicht durch ständiges Geplapper verderben möchten z.B. oder sich dabei pubertierend fühlen – kann nach einem oder zwei Stündchen im Eight Seasons noch ins www.munichx.de P1 wechseln, die ebenfalls relativ neue Diskothek am Haus der Kunst, schon wegen der Namensreferenzen (www.ps1.org P.S.1, Center for Contemporary Art) natürlich sehr hipp. Lagekonform – wenn auch häufig aufgrund des mittäglichen Ausgehens nicht linientreu – ist das Publikum, das man in den genannten Häusern und in zwei stylischen Lokalen trifft, die ebenfalls zum momentanen Pflichtprogramm der München-Toruistik gehören – nebenbei ist es schon wegen des sommerlichen, häufig wolkenfreien Winterwetters in München und Umgebung Pflicht, die Reise genau jetzt anzutreten. Nun, halt mit einem städtetouristisch geeigneten Portemonnaie. Die www.barmuenchen.com Bar München und die www.munichx.de Bar Centrale (sprich unbedingt „Bar Tschentrale“ (is itallliennisch...) sind für die Opern- und TheaterbesucherInnen kleinste Katzensprünge: Die Bar München schließt quasi die Vitrinenwelt der Maxstraße ab und lohnt die Vorbestellung eines Tisches am Tag zuvor. Anwälte und Ähnliches, wohlhabendere StudentInnen der Wirtschaftswissenschaften, Menschen mit viel Zeit und einer tendenziell berufsideologsich bedingten Bereitschaft, Geld zum reinen Vergnügen auszugeben, versammeln sich hier, schleppen Freunde, Freundinnen und verwandte TouristInnen ein und präsentieren München aus der Perspektive des absolut gehobenen Alkoholismus. Die www.barmuenchen.com Bar München drückt mir eine Champagnerkarte in die Hand, mehr als fünfzig Titel, zumeist um die 100 Euro „La Chapelle Brut Instinct“...fällt mir als unkundigster Champagner-Pubetierender in den Blick, hm.... nun, dann noch eine mehr als zwanzigseitige Cocktail-Karte, ebenfalls sehr stylisch, zudem auch hier fast zum Einheitspreis von elf Euro, in der Nähe des Bezahlbaren, und voller Überraschungen. Verschiedeneste Whiskey- und Rum-Sorten. Alkoholfreies. Zur Beköstigung vor allem Rindercarpaccio, Biofleisch? Rindfleisch sonst ist edel, wenn mager, aber ....Die Bar München also fragt den Gast eigentlich nicht ob, sondern wann er kommt – nach oder vor dem Theaterbesuch ? Oder mittags?

Der Cocktail davor, die Champagnerflasche „zum Mitnehmen“ in die Loge (eigentlich nicht üblich), Carpaccio (???) und Varianten vom Manhattan danach, insbesondere, weil man zu wirklich später Stunde noch in die Hotelbar des www.kempinski-vierjahreszeiten.com Vier Jahreszeiten fallen kann, wo dicke Polstersessel und mitunter lustige Prominente mit Begleitung, leider nur selten in berichtenswerten Situation (You are sleeping in the bar..) angetroffen werden können. Vorsicht – nur unerfahrene Touristen lassen sich von den Portiers in das Bistro abdrängeln, wo man zwar einigermaßen gut essen kann, aber in der Regel eher vereinsamt.
Wer im biologischen Sinne gut essen will, geht ins www.safrestaurant.de SAF . Im Web ein Bericht über das 4 Sterne ? Restaurant: www.kochmesser.de

Auf dem Weg dorthin oder danach in der Gegend herum, landet man dann fast automatisch in der http://www.bar-centrale.com/centrale.html Bar Centrale (Web-Bericht: www.munichx.de ), beide Lokale sind in der Ledererstraße. Der Name ruft ein sehr beliebtes Berliner Lokal im Kopf auf, gleichnamig: www.bar-centrale.net . Es gibt aber nach Aussage der furchtbar sympathischen Oberkellner in der Münchner B.C. keinen Zusammenhang. Die Münchner Bar Centrale sieht auch tatsächlich süddeutscher aus, dunkles Holz und eine fast klassisch bayerische Theke, zumal wenn wie üblich, nahezu überfüllt, fast süddeutsche Enge ausstrahlend, man beneidet die Kellner hinter ihrem Tresen und die Gäste, die bereits zu früherere Stunde einen Sitzplatz in den hinteren Teilen des Raumes gefunden haben. Dort ist bis auf das dunkle Holz eigentlich nichts, also im Design keine Auffälligkeiten. Im Keller soll noch ein Raum für eigene Parties sein. Außerdem soll man in der Bar Centrale gut essen können, was auch nicht unglaubwürdig ist, wenn man auch eben in überlebendiger Atmosphäre speisen würde, sprechen wir es aus: eine, wenn auch stylische, „Kneipe“.

Weitere Tipps, die wir noch nicht prüfen konnten: Die Trinkhalle in Schwabing www.qype.com , mit antikisierendem Anspruch, in Universitätsnähe, - deren Cafés an der Türkenstraße sind alle okay, aber eben mit StudentInnen völlig ausgelastet, außerdem für diese als MünchnerInnen nichts Besonderes sondern daily use, also auch für Touristen mehr Gelegenheit für einen Nachmittagssnack. Besondere Aufmerksamkeit sollte deshalb den Lokalen gelten, die überhaupt erst abends öffnen, wie eben z.B. die Trinkhalle. Dann gibt es noch eine Restaurant-Bar, die wir aus Gründen der Wichtigtuerei erwähnen, nämlich das Maria Passagne in der Steinstraße 42. www.qype.com - des Webs Beschreibungen zufolge ein Vintage-Café- die eigene Webseite des Maria Passagne lässt mehr auf Cocktails und Sushi schließen. Auch bei „Vintage“ weiß man ja im Moment nie, ob es sich überhaupt um echtes „Vintage“ handelt oder der Fünfziger Stil wirklich quasi authentisch aus eigenen Erfahrungen des Besitzers übernommen wurde, also konservative Nostalgie ist statt der Verbürgerlichung eines ehemals schrillen Retrostils. Was wir hier im Auge haben, ist das reisen.ciao.de Augsburger Café Drexl www.vorspeisenplatte.de , von seinem Besitzer, der ins Württembergische abgewandert ist, quasi trotz Pflege sich selbst überlassen – Berichte im Internet sprechen Bände bzw. verdeutlichen, dass die Einschätzung als Vintage und damit „in“ noch nicht die Massen erreicht hat. Dabei ist der Besitzer trotz Abwanderung um seine Liegenschaften in Augsburg noch liebevollst bemüht, insbesondere mit der Fütterung der Gegenwartskunst, allen voran des schönen Glastempelchens www2.augsburg.de H2 und der www2.augsburg.de Neuen Galerie im Höhmannhaus, beide zu den Augsburger Sammlungen gehörend. Sonderführung durch die Ausstellung Aktuell also wird eine Kunstspeisung, Tische von Beuys und Felix Droese, in der neuen Galerie vorgeführt. Gäste dürfen – von diesen Tischen Kekse essen, Kaffee oder Tee trinken.
Während das www.restaurant-magnolia.de Magnolia direkt neben dem H2 den MuseumsbesucherInnen Erholung verspricht, liegt das www.tantris.de Münchner Tantris, noch immer das Haute Cuisine Restaurant, im nördlichen Schwabing relativ weit ab von den Kunstzentren in München um das www.hausderkunst.de Haus der Kunst und die http://www.google.de/search?hl=de&q=Neue+Pinakothek+der+Moderne&btnG=Suche&meta= Neue Pinakothek der Moderne. Mit der U-Bahn zwar nur zwei Stationen oder zehn Minuten, aber wer fährt schon so dorthin? Touristen, die vornehm erscheinen möchten, können sich an der Münchner Freiheit gerade noch in ein Taxi setzen und für etwas mehr als die Grundgebühr von dort ins Tantris fahren. Die äußere Anmutung des Restaurants irritiert – eine Mischung aus Ruhr-Universität Bochum – reiner Beton – und, mit einem asiatischen Drachen geschmückt – Asiatisches Restaurant – Japan? Weit gefehlt. Die Speisekarte ist „rein französisch“ und, das Wichtigste für Shopping-TouristInnen: am Samstagmittag gibt es im Tantris kleinere Versionen der abendlichen Sonatenhauptsatzformen, quasi Etüden, dreigängig, um die 50 Euro, mit edelsten Weinen, einfach ideal.

Wer übrigens mit dem Freizeitticket der Bahn für 19 Euro nach München fährt und eigentlich überhaupt keine Zeit hat, springt am Hauptbahnhof schnell in die U-Bahn Richtung Odeonsplatz, setzt sich dort ins www.mrlodge.de Käfers am Hofgarten und durchwandert danach den direkt anliegenden kleinen Hofgarten der bayerischen Akademie der Wissenschaften bzw. der Residenz Richtung www.kunstverein-muenchen.de Münchner Kunstverein. Ausstellung besuchen, wieder zurück in die U-Bahn (Ein- und Ausgang direkt beim Café Käfer), und back home.
Für euch auf Tour (Bericht und Fotos): Dr. Ulrike Ritter
Museumstour: Lange Nacht der Museen München