Öster, Oster; Öse, Mö; dröse Döse, mach mich froh..........

Bemerkungen über den Kunstbegriff in einem unebenen Land






© Doctor Your * Vanguard-Porn-Project


Österreich – aus der Perspektive der Kunst könnte man meinen – gleichbedeutend mit Wien, einer der wohldefiniertesten Städte Europas. Eigentlich klein, für den touristischen Blick perfekt überschaubar, mit dem Hotel Sacher, der Hofburg, dem Mozarteum, dem Schloss Bellevue umgeben von Kaffeehäusern, Boutiquen und anderen, ausgezeichneten Hotels rund um die Kärntnerstraße ein Marzipanherz. Die anatomisch notwendige Ummantelung durch das Burgtheater, das Kunstmuseum, die Geschichte des Hotels Ambassador und die Anwesenheit einiger der berühmtesten deutschsprachigen SchriftstellerInnen, insbesondere Elfriede Jelinek, sowie das Andenken an Ingeborg Bachmann oder Thomas Bernhard. Zudem: statt tausendjährigem Staub die hundertjährige Tradition des intellektuellen Besonderen: Freud, Ophüls, Wittgenstein. Ja, man will es kaum sehen, neben der Eingebundenheit in die Kultur der jüdischen Intelligenz der vorigen Jahrhundertwende auch Königlich-Kaiserliches und eine Tradition des Decouvrierens – geisteswissenschaftliche Analytik jenseits des Mathematischen oder am Rand von diesem (Wittgenstein), nahe am graezistischen Überbau der binnenländischen Viktorianer des 19. wie Gustav Klimt, diesen Stil mit sphinx'schen Klauen auf seine wunderbar anrüchigen Grundfeste hin auseinandernehmend. In der Kunst? Tatsächlich eine Art Fortsetzung dieser dem Unbewussten auf die Füße tretenden, sozialanalytischen Tradition: Valie Export, Hermann Nitsch, Wochenklausur und immer wieder Absolventen der Wiener Akademie für Bildende Künste, die mit ihrer energiegeladenen Unbefangenheit auffällig werden. Kunst als Feld der Entgrenzung, könnte man sagen, ja – wie es passt zur Stadt als – oh, wie wunderschön doppeldeutig – Verkehrsknotenpunkt zwischen Osteuropa und Westeuropa, dem Norden und dem Süden, als Nabel oder anderes...(man vergleiche nur die sprachliche Vielfalt auf der Webseite des u.a. durch einen zerstörerischen Stones-Besuch berühmt gewordenen Hotels Ambassador:


ABER. Seit einiger Zeit mischt sich neben die Größen, die benennbaren Bergspitzen in den Alpen aus den unterschiedlichsten Kulturdisziplinen, die konservativere Schwesternstadt Salzburg, ein heimliches, gut verstecktes und behütetes Zentrum der Moderne. Es ist fast in bzw. - wie Michael Endes Nepomuk - direkt vor Bayern gelegen, aber aus diesem heraus fast so gut erreichbar wie München, die Landeshauptstadt selbst, z..B. aus der Perspektive eines Würzburgers oder einer Nürnbergerin, der Bahn und dem Bayern- oder Wochenendticket.

Natürlich ist Salzburg stärker als München durch konservative Kulturaktivitäten bekannt: Die Kunstmesse Salzburg, - eher biedermeierlicher Knicks verzweifelter zeitgenössischer Bildschaffender auf der Suche nach Verkaufschancen jenseits des Museums – Festivals und Mozart-Schikanen, wie Augsburg eher die Stadt des Vaters, irgendwie spießig, vielleicht ein Image, das die auf Wien bezogene Literarkultur Österreichs – der eigentliche ExportSchlager des Landes – geprägt hat. Doch nun....das heimliche Zentrum der Avantgarde in der Bildenden Kunst, Sprachrohr Berlins, Düsseldorfs und Londons, ist das Museum der Moderne mit dem Rupertinum. Ersteres signalisiert schon architektonisch das Andere, Ambitionierte, den majestätischen Auftrag, ist es doch als absolut moderner, hochaufgeschossener Glasturm in die Felsen über der Stadt eingelassen wie das Machtzentrum des bösen Blofelds im entsprechenden James Bond.


Bonds Sprachstudium in Cambridge, erfunden in höflich-nachbarschaftlicher Anlehnung an das Studium seines Autors Ian Fleming und dessen Bruder Peter Fleming in Oxford – beide arbeiteten einige Zeit für das OSS, also als Geheimagenten - steht allerdings nicht für die typische Biographie der Künstlerinnen und Künstler, die im Museum der Moderne ein Refugium finden. Nach berühmten Homosexuellen wie Eva & Adele und feministischen Künstlerinnen wie Rebecca Horn oder absolut berühmten, aber z.B. in Bayern aus welchen Gründen auch immer, mitunter als nicht *vorzeigbar* bezeichneten Künstlern wie Anselm Kiefer (!) sind nun Nancy Spero und Günther Brus in den Salzburger Häusern Rupertinum und Mönchsberg zu sehen. Im Mönchsberg auch Georg Baselitz mit Gemälden und Skulpturen 1960 – 2008 und das Projekt Eva Schlegel, im Rupertinum auch Eva Grubinger mit „Trepassing“. Zudem Neuerwerbungen. Ja nun und?

Ja, warum? Ablenkung oder Konkurrenz zu Wien? Vor allem eine starke Beziehung zur Berliner Kunstszene. Eva und Adele taugen als Inbegriff der Berliner Transsexuellen-Szene, damit auch zur Repräsentation eines Limits des im internationalen Kunstmarkt Durchsetzbaren und Erlaubten. Günther Brus gehört zu den Alt-Achtensechzigern Österreichs, die tatsächlich zu mehrmonatigen Haftstrafen wegen angeblicher Verunglimpfung des Landes verurteilt wurden und nach Verbüßung in die Berliner Szene flüchteten. Mit Otto Wiener und Georg Rühm gründete Brus 1969 eine ziemlich ironische “österreiche Exilregierung“ ebendort. Schon ein Jahr später allerdings wurde der quasi erzwungene Aktionismus in München stilvoll in einer offiziellen Aktion beendet – die Inszenierung coram publico war ja, wie man von Peter Handkes Publikumsbeschimpfung weiß, damals üblich und unentbehrlich, selbstverständlich, und nicht auf Galerien beschränkt, geschweige denn auf Eröffnungsroutinen reduzierbar – ganz anders als heute, mitunter irgendwie bedauerlich.

Die Zusammenarbeit mit Gerhard Roth 1985 mit Kostüm- und Bildentwürfen zu „Erinnerungen an die Menschheit“ mit Musik von Arnold Schönberg und verwendeten Texten von Herzmanovsky-Orlando, einem verschrobenen Signalstoff der Berliner Intellektuellen im Umfeld der schweigend linkselitären, heterosexuellen Buch- und Künstlerbuchszene, zeigt Brus eingebunden in eine weitere starke, d.h. sehr etablierte Linie der Berliner Kultur, selbst wenn diese Projekte für das Schauspielhaus Graz entwickelt wurden, also von Berlin geografisch gesehen weit entfernt waren. 1979 war Brus nach Graz übergesiedelt – ein Heimkehrer also – 1997 erhielt er den Großen Österreichischen Staatspreis, wie zur Bestätigung eines Reintegrationserfolges. Brus' Werke, insbesondere die „Bilddichtungen“ seit den 70er Jahren, zeigen allerdings auch vor allem die eigentlich Unzufriedenheit mit dem revolutionären Impuls der 68er , wenn auch keinen untypischen Umschwung in einen eher individualsymbolischen Stil, wie andere „Siebziger“ auf der Suche nach alternativen kulturellen Mustern. Man könnte fast Vergleiche ziehen zu Walter Stöhrer, ebenfalls sowohl an Berlin (Professur seit 1986), nordeutsch und südwestlich im deutsch-österreichen Eck orientiert (vgl. Walter Stoehrer im Ulmer Museum





Günter Brus, „Phantom-Paläste“, 1978, 19. Heft, Bleistift, Buntstifte und Farbkreiden auf papier, 30 x 42 cm, Foto: MdM Salzburg


Bilddichtungen – eine typische Introversion vormals in die Revolution Getriebener? Zumindest Ausdruck einer sehr individuellen Linie, die ihre inszenatorische Kraft aus der bereits erwähnten Berliner Szene zogen, eine Szene um Künstlerbücher und Zwischenkulturen wie die Galerien der Blocks (Rene Block mit Künstlern wie Beuys, Ursula Block mit der Galerie für experimentelle Musik „Gelbe Musik“), von Barbara Wien oder der Verlegergattin Eva Poll, flankiert von Verlagen wie Rainer Pretzells Rainer-Verlag. *Geschichten vom Raubdruck * Zettels Traum

Durch diese international bekannten Einrichtungen erhielten die eigentlich an Tagebüchern orientierten Ausdrucksformen eine Art überindividuelle Dignität.


Aber benötigt man die überhaupt, in Österreich? Ja und nein, zumindest soweit das aktuelle Bild der Künstlerinnen-Auswahl es zeigt. Rebecca Horn ist Kandinsky-Preisträgerin und wahrscheinlich die etablierteste Vertreterin einer irgendwie „feministischen“ - (zumindest prätheoretisch, implizit, avantgardistisch, posttheoretisch, individualistisch – zumindest nicht im Rahmen einer erklärten Programmatik) Kunst in Deutschland, zudem eine der wenigen Künstlerinnen, die sich mit grottenschwer verkäuflichen, installativen Arbeiten und kinetischen Objekten durchgesetzt hat (die Assemblagen von Isa Genzken sind dagegen kommerziell handhabbar wie Auslageobjekte in Juwelierläden). Nancy Spero ( Nancy Spero. Woman as Protagonist. Herbert-Boeckl-Preis 2009 für Internationale Malerei. Ausstellung im MdM Mönchsberg. 21.2. - 7.6.09 www.museumdermoderne.at) ist eine provokative Repräsentantin eines expliziten, amerikanischen Feminismus, die von der Kunstwelt einen Kniefall fordert – also um Partizipation gebeten werden will, statt gegen den eigenen Ausschluss anzuarbeiten, und um dann, als Integrierte, das feministische Projekt fortzusetzen (also durch diese „Ehe“ auch noch unbefriedet). Spero schreibt:


"I’ve always thought to express a tension in form and meaning in order to achieve a veracity. I have come to the conclusion that the art world has to join us, women artists, not we join it. When women are in leadership roles and gain rewards and recognition, then perhaps 'we' (women and men) can all work together in art world actions." (Nancy Spero nach Wikipedia)


Selten also und ein Augenmerk wert, dass ein Museum diese Forderung erhört, zudem noch die feministischen Werke mit Projekten anderer Künstlerinnen kombiniert. Sicher, der Hintergrund ist der Kunstpreis, also ein weiterer Schritt hin zur manifesten Etablierung.

Wohlgemerkt, alle diese KünstlerInnen – Baselitz, Kiefer, Horn, Spero, Eva&Adele – sind well established. Es ist also nicht wirklich revolutionär, sie auszustellen. Es ist nur im Vergleich zum Üblichen der Region auffällig. Das Museum der Moderne wie eine Insel dessen, an das man sich eigentlich nicht herantraut – wie die Architektur des Gebäudes, das Geheimnis im Felsen, so schön veranschaulicht? Wie das Berlin des geteilten Deutschlands nach dem Viermächte-Abkommen und seiner gezielten Förderung liberaler Kunst und Kultur? Taugt Bayern als Grenzland wirklich, die „DDR“ zu repräsentieren? Provoziert der Nachbar? Und zeigt sich selbst Wien als gar nicht besser im Vergleich mit bsw. München? Naja – eindeutig eigentlich doch. Das Besondere, auch besonders Bedrohliche Salzburgs ist ja, dass die dort ausgestellten Revolutionen immer mittlerweile etabliert und integriert sind. Für die Ausstellungen in der Kunsthalle Wien gilt das strenggenommen nicht.


Der Vergleich mit der Pornografie-Ausstellung der Kunsthalle Wien zeigt, dass Wien sich tatsächlich am meisten erlauben kann und die Traditionen der sexuellen Coolness pflegt, für die die Stadt in der theoretisch reflektierten Kulturgeschichte steht (erwähnenswert wäre hier auch Egon Friedell....). Also, während das Münchner Haus der Kunst sich im Sommer 2007 zur Ausstellung „Gilbert & Georg“ mutig aufschwang, die BesucherInnen vor der Verletzung ihrer religiösen oder sonstigen Gefühle warnend, sammelte Wien bereits die Erinnerungsstücke kunstimmanenter Nackt-Kultur, d.h. Inseln und Meilensteine zum Thema Pornografie – nicht etwa beschränkt auf die Avantgarde-Kultur, sondern in der Kultur allgemein. Neben Standards wie Carolin Schneemanns Avantgarde-Dokumentarfilm – eigentlich *schnödes* Cinema Verité vom ehelichen Sex - finden sich Objekte von Kenneth Anger, der schwulen Klatschmaschine Hollywoods, dessen Werke vor allem Sex- und Vergewaltigungsklatsch kolportieren. Die Auswahl der Ausstellung „The Porn Identity. Expeditionen in die Dunkelzone KUNSTHALLE wien, halle 2, 13. Februar - 01. Juni 2009“ packt das Thema quasi direkt * am Schwanz* an – um es mit Picasso zu sagen – ohne großbedenkliche Rechtfertigungsselektion und -argumentation, wenn auch mit einer *kleinbedenklichen*, vielleicht sogar, am visuellen Material gemessen, öffentlich-unehrlichen, weil nur auf die ja immer beschimpfenswerte Gegenwart bezogen:

Kunsthalle Wien


„Porno, sagt man, ist das, womit und wobei wir uns nicht erwischen lassen wollen. Und doch ist Porno überall. Pornografie infiltriert den Mainstream und boomt in den Nischen. Sie findet sich im Alltag, im Pop und in der Kunst. Die „Pornetration“ durchflutet die Medien, die in ihrem voyeuristischen Charakter und ihrer Gier nach Zeichen von Erregung selbst latent pornografisch agieren – immer auf der Suche nach Tabus, die es auszureizen, zu brechen und zugleich doch zu erhalten gilt.




Stanley Kubrick, Korova Milkbar, 1971/2007, replica, designed by Liz Moore,

Foto/photo: © Bob Goedewaagen and Witte de With


Im Windschatten des trüben Glamours der Porno-Oscars mobilisieren sich in letzter Zeit „postpornografische“ Gegenbilder zu Sexismus und heteronormativen Nummernrevuen, während KünstlerInnen das Verhältnis von Macht, Blick und Körper mit Bezug auf pornografische Szenarien untersuchen. The Porn Identity konfrontiert diesen Wildwuchs der Pornografie mit Laufbildern, Skulpturen und Installationen, die das sexuelle Begehren reflektieren. Der Transfer der schamlosen Bilder in den kunstinstitutionellen Raum durchbricht nicht nur den pornotypischen Zusammenhang von marktorientierter Veröffentlichung und reprivatisiertem Konsum, sondern stellt auch die Frage nach Ähnlichkeiten und Unterschieden zwischen Kunst und der visuellen Kultur der Stimulation.“


Frech natürlich, dass die Ausstellung zwar glatt drei Monate eröffnet, nachdem auf www.arts-on.com ein revolutionäres (weil auch erklärt *konventionelles*) Porno-Projekt startete, aber – obwohl das Konzept des Projektes mitsamt eines Links zu einschlägigen Fotos sogar bei Wettbewerben eingereicht und an Kuratoren verschickt wurde – die Wiener Ausstellung sich im Historischen des 20. Jahrhunderts verwurzelt zeigt. Gemessen also an der visuellen Offenheit der Kulturgeschichte Egon Friedells, eines berühmten Wiener Kulturgeschichtlers der 1920er Jahre, der mit kunsthistorischen Outings reüssierte wie der Abbildung von pornografischen, d.h. z.B. deutlich Penetration zeigenden Riesenschinken aus dem Schlafzimmer der Madame Pompadour. Dass solche Bildwelten und visuelle Lebenswelten die Kultur prägten, deutet sich in den hübschen Pobildchen von Boucher und den angedeuteten Vergewaltigungsszenen von Fragonard nur an. Friedell und die aktuelle Ausstellung im Wiener Museum schaffen eine Art Sicherheit, dass das Bild, das man sich vom höfischen Leben oder von Kultur vor der Modernisierung der Medienwelt macht, allgemein falsch ist, will sagen, zu asexuell oder verdrängend. Unser Alltag trappst da eher in den Fußstapfen von Pickard-Cambridge (! - wir sind wieder am Anfang), einem berühmten Altphilologen der gleichnamigen Universität, der tatsächlich soweit ging, Fundstücke der griechischen Kultur, die er aus dem Land zugunst der Inbesitznahme durch ihn und das Britische Historische Museum mehr oder weniger offiziell entführte, komplett und unwiderruflich zu zerstören, wenn ihm die gefundenen Vasenbemalungen oder Figuren aufgrund ausufernder Darstellungen von Geschlechtsorganen oder des Geschlechtsverkehrs nicht geeignet erschienen, das würdige Bild der antiken Kultur in ihrer Vorbildfunktion für die jungen SchülerInnen der klassischen Literatur in Oxford, Cambridge oder Schulpforta zu repräsentieren. Wien hat in dieser Beziehung – wie schon Freuds ständiges Referieren auf griechische Topoi zeigt – decouvrierende Tradition. Also die Ausstellung – nichts Besonderes? Eine nahezu totgeschwiegene Sensation, könnte man auch sagen. Vielleicht zu camp, zu schwul, zu untheoretisch. Denn das eigentlich Witzige, Wichtige, wäre ja z.B., wie viel Körper und pornografischen Sex z.B. Intellektuelle – eben (idealerweise !!!!) Avantgarde-KünstlerInnen haben oder haben können (müssen ?) .


Will sagen, muss man oder durfte ich nicht, Kuratoren Sexlinks schicken? Und warum ist Friedrichs lustiges i-Zipfelchen, eine frühe Werbung für sein „Ideenzimmer“ hier auf artou, nicht in der Ausstellung? Naja, so überstyltes Zeug, oder sind wir tatsächlich nicht berühmt genug? Sind wir einfach noch nicht im Bücherschrank der schwulen Wiener Sammler, die die Ausstellung bestückt haben – man sieht sie nahezu kichernd zusammengeturtelt vor sich auf schönen Sofas über mögliche Exponate schäkern.....

Naja, viel harmloser auf jeden Fall, aber eben auch voller Sex, wenn auch nahezu UNBEWUSST (uneingestanden?) – die Ausstellung des Augsburgers Achim Stiermann in der Neuen Galerie im Höhmannhaus, den wir aufgrund seiner bereits im Rahmen der Kunstförderpreis-Präsentationen im H2 schon vorgestellt haben. Damals konnte man wunderbar psycho- und kulturanalytische oder einfach irrsinnig lustige Filme und Pornopersiflagen sehen, die Stiermann als Student der Wiener Kunsthochschule mit anderen Studenten dort produziert hatte. Die anderen Arbeiten: mitunter annähernd absurde, dann irgendwie an Tinguely erinnernde, aber mehr fragile Installationen und Objekte, aus denen immer wieder brutal-ironisch eine Fleischwurst schaute......

Zum Pornoprojekt war er natürlich eingeladen, wollte aber nicht, und steht jetzt genauso dumm da, ohne Teilnahme an der Ausstellung im Kunstmuseum Wien....

(Tja....vielleicht kann die Augsburger Ausstellung das ja richten....)


p.s. Wie immer geht es auch in diesem Kunstbrief um Sex! Ich wundere mich selbst....kann ja nichts für die Ausstellungsprogrammatik der ausgewählten Städte, oder eben doch? Überträgt sich das, ist das Thema irgendwie unausweichlich?


Ulrike Ritter


www.ideenzimmer.de


www.arts-on.de/index.php


www.museumdermoderne.at


www.kunsthallewien.at<


Kunstfoerderpreis

Stiermann Ausstellung Aktuell


Achim Stiermann „Volles Rohr“





AUSTELLUNGSERÖFFNUNG am 09. April 2009 * 19.30 Uhr *
Neue Galerie im Höhmannhaus, Maximilianstraße 48, D-86160 Augsburg
Tel. 0821 324 41 02 * Email stadt@augsburg.de
Öffnungszeiten: Di 10 - 20 Uhr, Mi - So 10 - 17 Uhr